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Termine für 2009

17. Januar 2009

21. Februar 2009

21. März 2009

18. April 2009

16. Mai 2009

20. Juni 2009

Beginn ist jeweils um 10 Uhr mit der Feier der Hl. Messe in der St. Michael Kirche, Wilhelm-Marx-Str. 38 in Nürnberg. Anschließend Eucharistische Anbetung und Gebetsprozession zur privaten Abtreibungspraxis Dr. Freudemann (Haupteingang Nordklinikum). Nach dem Angelus ist Rückkehr zur Kirche und Abschluss (Ende gegen 12.45 Uhr).

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    “Ich kann das Thema schon nicht mehr hören”, erzählte mir vor einiger Zeit ein Gottesdienstbesucher nach einer Messe. Es war die so genannte “Woche für das Leben”, in der in der Kirche besonders auf das Thema “Lebensrecht” und “Lebensschutz” eingegangen wird. Viele Menschen tun sich in der Tat schwer, sich mit dem Thema “Abtreibung” auseinanderzusetzen.

    Ein Aufschrei geht durch Deutschland, wenn man immer wieder die Nachrichten von schrecklichen Kindstötungen liest oder hört. Man fragt sich, was in einer Mutter vorgehen muss, die ihr Kind tötet. Viel wird spekuliert, geurteilt und verurteilt. Die Empörung ist einhellig. Auf der anderen Seite steht die breite Öffentlichkeit den zigtausend Abtreibungen, die jedes Jahr in Deutschland stattfinden, augenscheinlich emotionslos gegenüber. Angesichts dieser Front an Ignoranz kann man sich aber auch die Frage stellen, was man da noch tun kann.

    Das “Gebet für das Leben” versucht hier eine mögliche Antwort zu geben. Die so genannte Gebetsvigil in Nürnberg geht auf die Initiative von Monsignore Philip J. Reilly aus New York (USA) zurück. Im Mittelpunkt steht die Feier der Hl. Messe, die Eucharistische Anbetung und das öffentliche Gebet. Dabei wird nicht nur für die Ungeborenen gebetet, sondern auch für die Mütter und Väter (auch nach der Abtreibung) sowie für die Ärzte und alle Beteiligten.

    Oft wird solchen Initiativen unterstellt, sie seien “militant”, “aggressiv” oder sogar “fanatisch”. Alles davon trifft nicht zu - ich habe inzwischen bereits mehrere Male diese Vigilien in Nürnberg als Priester begleitet. Es werden auf dem Weg zur Abtreibungspraxis, außerhalb davon und auf dem Rückweg je ein Geheimnis des klassischen Rosenkranzes gebetet. Natürlich wirkt die Prozession und das Gebet in der Öffentlichkeit wie eine Demonstration, aber das ist durchaus so gewollt - schließlich will man dieses Thema in der Öffentlichkeit präsent machern. Jede dieser Gebetsprozessionen ist angemeldet und genehmigt und wird durch die Polizei begleitet und abgesichert.

    Das Gebet für das Leben in Nürnberg ist vernetzt mit der Initiative “Helfer für Gottes Kostbare Kinder Deutschland e. V.”, Westendstrasse 78, 80339 München. Ansprechpartner für Nürnberg ist: Diakon Bernhard Bäumler, Kärntner Strasse 38, 90475 Nürnberg, Tel. 0911/98 98 41 43 oder 89 78 87, Mobil 0179/429 40 10.

    Fakten

    Über 4000 Abtreibungen führt Dr. Andreas Freudemann jedes Jahr in seiner Praxis in Nürnberg durch. Er sieht sich als "Anwalt" der Frauen und erklärt lapidar: "Embryos sind keine Menschen".

    Zitate von Dr. Freudemann

    "Ich bin lediglich hochspezialisiert, wie Ärzte in anderen Bereichen auch. Das ist für den einzelnen Patienten ein Vorteil. Er kann sich darauf verlassen, dass der Eingriff von einem Arzt vorgenommen wird, der sein Handwerk versteht." (Auf die Frage, ob die täglich 15-20 Abtreibungen nicht den Eindruck von Fließbandarbeit erweckten)

    "Das sind verbohrte Menschen, die vernünftigen Argumenten gegenüber nicht aufgeschlossen sind und eine fanatische Grundeinstellung haben. Der Rahmen, in dem ein Schwangerschaftsabbruch legal vorgenommen werden darf, ist vom Gesetzgeber festgelegt." (Dr. Freudemann über seine Kritiker) -

    Hinweis: Abtreibungen, die derzeit nach einer so genannten Konfliktberatung mit Bescheinigung durchgeführt werden, sind auch im Sinne des Gesetzgebers keineswegs legal, sondern lediglich straffrei.

    Quelle: Abendzeitung Nürnberg vom 24./25. 08. 2002 (hier kann der Artikel nachgelesen werden).

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